Über uns

Hotel & Restaurant Zur Goldenen Sonne – Quedlinburg

Architektur & Geschichte

Unser Haus ist im Quedlinburger Denkmalverzeichnis als Kaufmannshaus eingetragen und befindet sich in der historischen Neustadt der UNESCO-Welterbestadt Quedlinburg an der Adresse Steinweg 11. Damit gehört es zum UNESCO-Weltkulturerbe. Es bildet gemeinsam mit dem östlich angrenzenden Haus Steinweg 10 die markante nördliche Begrenzung des Neustädter Marktplatzes.

Im Jahr 1671 wurde das dreigeschossige Fachwerkhaus nach einer Bauinschrift HANS REULE ZIMMERMAN durch den Quedlinburger Zimmermann Hans Reule als Wohnhaus mit Speicher errichtet. Das Erscheinungsbild des Hauses wird durch die nach Norden hin abfallenden Stockwerksschwellen und der damit einhergehenden malerischen Asymmetrie geprägt. Der Dachstuhl hängt nach Osten 70 Zentimeter über. Die Obergeschosse kragen vor, auf dem Dach befindet sich ein Zwerchhaus mit Ladeluke. Die Fachwerkfassade ist mit Pyramidenbalkenköpfen, profilierten Füllhölzern und flacher Schiffskehle verziert. Im Erdgeschoss befindet sich auf der linken Fassadenseite ein sehr kleiner Kastenerker. Bemerkenswert ist auch die Hofdurchfahrt mit dem Hoftor.

Ende des 18. Jahrhunderts wurde im Gebäude die Herberge „Zur Goldenen Sonne“ eingerichtet und bis zum Ende der 1960er Jahre betrieben. Der Eigentümer setzte dann die bisherige Nutzung nicht fort.

In den Jahren 1971 bis 1975 sanierte das Institut für Züchtungsforschung Quedlinburg das Haus und nutzte es als Ledigenwohnheim für seine Mitarbeiter. In das Gebäude wurde am Westgiebel ein massives Treppenhaus eingefügt. Eine weitere Stabilisierung erfolgte durch Stahlanker. Das östlich angrenzende Nachbarhaus wurde 1975 weitgehend abgerissen und unter Beibehaltung der originalen Fassade in massiver Form wiederaufgebaut.

Nach 1990 erfolgte eine erneute Restaurierung und 1992 eine Wiedereröffnung als Hotel und Gasthaus.

1998 wurde ein Hotelanbau mit Restaurant und Atrium angefügt. Das Hotel verfügt über 27 Einzel- bzw. Doppelzimmer.